Faszination unter Wasser
Bild 1 "Sticks up!"..."Go!" Je sechs Flossenpaare stoßen sich von zwei Wänden ab, die Spieler sprinten aufeinander zu, in die Mitte des Spielfeldes. Wasser spritz, Flossen schlagen, dann tauchen sie ab. Es wird still an der Wasseroberfläche. Darunter sieht man Silhouetten von Schwimmern. Ein dichtes Gedränge, ein Knäuel von Körpern. Wo der Puck ist, kann man nur erahnen. Nach einigen Sekunden tauchen die ersten Köpfe wieder auf. Wasser spritzt aus ihren Schnorcheln, sie orientieren sich neu. Es folgen ein, zwei kräftige Armzüge, dann tauchen sie wieder ab. In das geheimnisvolle Spiel unter Wasser.
Auf dem Beckenboden, in einer Tiefe von 2 bis 3,60 Meter ist es ruhig. Nur Schläger, die gegen den Puck schlagen, sind zu hören. Und ab und an der Puck, der nach einem hohen, weiten Flick wieder auf dem Boden aufschlägt. Was von oben ausschaut, wie ein wildes Gedränge, folgt unter Wasser einer präzisen, taktischen Ordnung. Sechs weiße und sechs schwarze Schläger positionieren sich in einem Abstand von maximal 3 Meter um den Puck. Spieler einer Mannschaft, auch erkennbar an den Kappenfarben weiß bzw. blau, teilen sich in Verteidiger und Stürmer auf; einen Torwart gibt es nicht. Zumeist wird im System "3-3" gespielt, mit 3 Stürmen und 3 Verteidigern. Am Spielfeldrand beobachten die Wechselspieler das Geschehen. Es wird, wie im Eishockey, mit fliegendem Wechsel gespielt.
Bild 1 Anhand der auftauchenden Spieler kann man erkennen, in welchem Teil des Beckens sich die Spieler gerade befinden. Ein wettkampftaugliches Spielfeld ist zwischen 21 und 25 Meter lang und 12 bis 15 Meter breit. Plötzlich tauchen die roten Kappen der beiden Schiedsrichter auf, sie strecken beide Hände in die Höhe. Das Zeichen für ein Tor. Ein dritter Schiedsrichter am Rand schlägt auf einen Klangstab, der ins Wasser reicht. Solange, bis alle Spieler unter Wasser das Signal gehört haben. Das Tor unter Wasser ist eine 3 m breite Metallrinne mit Rückwand und einer Schräge an der Frontseite. Spieler können den ca. 1,3 kg (±0,2 kg) schweren Bleipuck, der mit Kunststoff ummantelt ist, entweder mit dem Schläger ins Tor schieben, oder aus der Distanz in die Rinne flicken.